Dunkle Schatten über den Travemünder Bahnhöfen

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Probleme über Probleme mit den Sorgenkindern, die Travemünder Bahnhöfe. Es wird wieder so viel falsch gemacht und eine positive Entwicklung für Travemünde stagniert. Viele Besucher des Ortes und Einwohner drücken ihren Umnmut in Befragungen und Leserbriefen aus.

Dunkle Schatten über den Travemünder Bahnhöfen

Kündigung für die Kulturbühne und Verwandlung des Strandbahnhofes in eine Müllhalde sind die Tatsachen die einer dringenden Aufarbeitung bedürfen. Für Travemünde ein erneuter Wegfall von Angebot für Gäste und Einwohner. Es steht nicht gut um unsere Bahnhöfe!

Travemünde -Der Kulturbühne gekündigt und die Vermüllung  des Strandbahnhofes sind die augenblicklichen Fakten die wieder einmal ein schlechtes Bild auf Travemünde werfen.

Hafenbahnhof

Hafenbahnhof Travemünde
Travemünde Hafenbahnhof – Hinter den Kulissen der Kulturbühne im Hafenbahnhof sieht es hier nach Endzeit aus. Auch wenn es das Aus für die Kulturbühne bedeuten könnte, eine dringende Sanierung der Gesamtfläche ist notwendig. Es ist das Bild welches für Travemünde abgegeben wird und es ist bezeichnend.

Im Hafenbahhof ist die Kulturbühne ansässig, ein Veranstaltungsort der auch Zuschauer mobilisieren konnte, die üblicherweise nicht so häufig ausgehen. Sie haben das Angebot genutzt, weil es angeboten wurde. Die Politik hat es bereits bedauert, so veröffentlichten Thomas Thalau und Ulrich Krause ( beide CDU) eine Pressemitteilung in der sie diesen Umstand bedauerten aber auch den Hinweis gaben das eine mögliche Ausweichlösung mittels Spiegelzeltes eine Lösung sei, die möglicherweise an verschiedenen Gegebenheiten scheitern könnte. Der Investor im Hafenbahnhof plant dort ein Hostel. Vertreten wird dieser durch den Anwalt Freihher Ulf von Danckelmann, dieser ist Vorsitzender der TWG (Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft). Daraus könnte man nun die Frage ableiten, ob die TWG nicht mehr Einfluss auf den Investor hätte geltend machen können, um einen Wegfall eines wirklich schönen Angebotes verhindern zu können. Auch die ständigen Zwistigkeiten des Herrn Hovestedt und dem Rechtsanwalt Danckelmann werfen kein gutes Licht auf die Gesamtsituation. So sind Auseinandersetzungen wegen eines Regenschaden und andere Störungen des Mietverhältnisses bereits hinlänglich über die Presse in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Aber auch die politischen Gegebenheiten können kritisch bewertet werden. Bahnhöfe unterliegen keiner besonden Widmung des Gebietes, diese findet meistens erst nach dem Kauf statt. Jetzt darf man die Frage aufwerfen inwieweit bei der Widmung der Flächen durch die Bürgerschaft verfahren wird. Wird dies Investorenfreundlich oder Bürgerfreundlich durchgeführt. Eine gewisse Sensibilität in der Politik wird gefordert, entwickelt diese doch den ganzen Ort für die Zukunft und stellt die Weichen für spätere touristische Entwicklungen. Offensichtlich versteht die Poltik nicht das eine Kollosalbebauung mit abertausenden Hotel und Ferienwohnungsbetten nur eine einseitige Entwicklung des Ortes darstellt und möglicherweise früher oder später einen massiven Preisverfall von Urlauber Wohnstätten nach sich ziehen könnte. 

Strandbahnhof

Travemünde Strandbahnhof - Bahnhöfe in Travemünde
Strandbahnhof Travemünde – Lieblos und nicht besuchbar. Die Bestuhlung auf den Aussenflächen wirkt wie eine nostalgische Ausstellung von Gartenmöbeln. Finger klemmen inklusive und nicht besucht. Das Aussenbild der Bahnhofsfläche spiegelt die Trostlosigkeit der Bertlingstrasse wieder.

Es braucht nicht viele Worte um die augenblickliche Situation am Strandbahnhof darzustellen. Vermüllt und unfreundlich, dabei hätte die Bertlingstrasse es endlich mal verdient aufgewertet zu werden. Es ist nun fast ein Jahr her, das der Strandbahnhof an den Investor Ralph Kaeger-Thofern übergeben worden ist. Wie gesagt der Bahnhof wurde nur übergeben. Die Bahn hat den tatsächlichen Verkauf bisher noch nicht bestätigt und bisher sind auch nur Anzahlungen geleistet worden. Einen Verkauf hat es tatsächlich bisher nicht gegeben. Seit der letzten Travemünder Woche ist am Strandbahnhof ein Bistro geöffnet, welches mit 1,99€ und 0,49€ Preisen in die Werbung gegangen ist. Dies entspricht auch der angebotenen Qualität der angebotenen Waren, die überwiegend bei Lidl Aldi oder Penny eingekauft werden und bisher nicht punkten konnten. In der Zeit vor dem Investor Kaerger wurde dort ebenfalls ein Kiosk betrieben der schnell im Verruf stand.  Noch vor einem Jahr distanzierte sich der Investor Kaerger von der dort auftretenden Klientel. Heute hat der Investor genau diese im Betrieb eingesetzt. Ein freundlicher Ort ? Mitnichten „Nein“ so hat es beim Auftritt der Kinder „Klangkids“ unwirsche und hart formulierte Auseinandersetzungen gegeben. Der Bistro Betreiber Kaerger setzt dort auf Veranstaltungen, stellt eine kaum nutzbare Bühne in den Strandbahnhof, doch ein Angebot welches punktet hat es dort bisher nicht geben können. Es fehlt an Allem, Licht und Tontechnik kaum vorhanden, in den Herbstmonaten werden abgashaltige Heizungsdämpfe aus einer bei Ebay billig ersteigerten Hallenheizung in die Halle gepumpt. In dieser Zeit müssen die Musiker aufhören zu spielen, da diese Anlage zu laut ist. Auch die Toilettenfrage ist bisher nicht gelöst. Die Toiletten funktionieren teilweise, stinken jedoch erbärmlich, das Toilettenpapier wird mit Bindedraht an der Wand befestigt. Die im Bahnhof bestehenden Läden sind vollgepfropft mit Dingen die der normal sterbliche Mensch als Sperrmüll bezeichnet und inzwischen reichen die Flächen nicht mehr aus, so konnte man beobachten wie Schänke und alte Tresen in der Bahnhofshalle kurzfristig in die Bahnhofshalle verbracht worden sind. Inzwischen werden diese Dinge in alten Sattelaufliegern auf dem Gelände der Stadt Lübeck vor dem Bahnhof untergebracht. Das Vorhaben Strandbahnhof in dieser Form wird scheitern, so pfeiffen es die Spatzen von Dächern. Auch das seinerzeit euphorische und besonders hervorgehobene Understatement des Ortrates ist vor Ratlosigkeit verstummt. Auch hier ist der Widmungsprozess der Flächen noch nicht abgeschlossen. Ein Aufruf an die Politiker endlich aktiv zu werden. Wenn es am Bahnhof nicht geht, dann sollten alle Akteure verkünden, das die Ziele nicht erreicht werden können und der Strandbahnhof wenigstes auf den Stand vor dem Verkauf an den Investor Kaerger gebracht wird. Dies wäre dann ehrlich und man könnte es verstehen.

Die beiden Bahnhöfe können für die Entwicklung des Seebades leider nicht punkten. Die Menschen haben große Hoffnungen in die Entwicklung der Orte als Kulturstätten und Treffpunke gehabt und werden wieder einmal entäuscht. Mit dem Blick in die Zukunft stellen sie sich die Frage, wann und wer kann kann hier die dunklen Wolken wegschieben?

Während es an anderen Veranstaltungen immer stiller wird, dem Umstand geschuldet das die Hotelgäste mindestens 36 Stunden am Tag ihre Ruhe brauchen, böten beide Bahnhöfe doch augezeichnete Möglichkeiten für Kultur Musik, Theater, Kino; Musik von Philharmonie, Kleinkust, Rock, Pop; Schlager, hier könnte so viel gehen.

Immerhin können wir die Bahn noch nutzen, allerdings sind die Fahrtzeiten noch entwicklungsfähig. Zumindest in den Sommermonaten wo Angestellte bis in die Nacht in den touristischen Einrichtungen arbeiten, sollte die Bahn wenigstens bis 2:00 Uhr fahren, so wird es gewünscht.

cbo

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