Pressemitteilung zur Travepromenade – Kaum Essenzielles

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Travemünde Neugestaltung der Promenade
Pressemitteilung der Lübeck Marketing GmbH zum Verfahren der Neugestaltung

Pressemitteilung zur Travepromenade – Kaum Essenzielles

Alte eingefahrene Wege die noch immer funktionieren.

Travemünde – Wie versprochen erschien heute die Pressemitteilung der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH mit kaum nennenswerten Neuigkeiten.

Neu zu entdecken ist das Wort „Ganzjährig“ , in der Pressemitteilung heißt es: „Die Hansestadt Lübeck, vertreten durch den Kurbetrieb Travemünde, plant zurzeit die Neugestaltung der Travepromenade im Ostseeheilbad Travemünde. Der Weg zwischen Vorderreihe und Lotsenstation soll in mehreren Bauabschnitten erneuert werden. Gastronomische Lieblingsplätze an 365 Tagen im Jahr sind dabei ebenso geplant wie die neue Traveterrasse und ein Fährplatz vor dem Anleger der Priwallfußgängerfähre. So soll die Aufenthaltsqualität auf der Travepromenade gesteigert und ganzjährig für Bürger und Gäste attraktiv gemacht werden.“

Rundlauf

Wenn er dann rund läuft, der Rundlauf ist dies eine schöne Sache, doch die Realisation des Vorhabens scheitert an den Fährpreisen, die gerne mal erhöht werden. Ein Priwall Besuch mit dem Fahrrad kostet inzwischen 4 €(hin und zurück). Die Gäste der Waterfornt bezahlen das eventuell aus einem Spezialtopf vom Investor Hollesen, doch geht es darum gar nicht. Der Tagesgast, der nicht durch eine eventuelle Subvention der Waterfront in Travemünde seinen Aufenthalt auf dem Priwall geniessen möchte, der bezahlt eben. Damit sei dann die Frage verbunden, ob es nur um Übernachtungsbetten geht und der Tagesgast hier gar nicht berücksichtigt wird? In dieser Sache ist viel Frage enthalten, doch Antworten gab es auch in dieser Presseerklärung nicht. Das brennt vielen allerdings unter den Nägeln und eine bessere Reflektion auf die wichtigen Punkte, wäre angebracht.

Bettenburg

Travemünde wird zur Bettenburg entwickelt, dies ist inzwischen deutlich sichtbar, doch reicht es an Attraktivität für denjenigen der hier vermutlich sehr viel teuer Geld für die Übernachtung lassen muss. Kann die Neugestaltung der Travepromenade hier den notwendigen Akzent setzen, der den Ort aus dem bisherigen“ Rentnergrau“ herausholt. Werden in diesen mehrstufigen Planungen wirklich alle berücksicht? In der Pressemitteilung wird ausgeführt : Tourismus ist eine Teamsportaufgabe. Insbesondere bei infrastrukturellen und somit ortsbildprägenden Maßnahmen ist die Einbindung der Menschen vor Ort sehr wichtig,“ sagt Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. „Ich freue mich über die vielen Projektideen zur Gestaltung der Travepromenade und darauf, dass Travemünde sich in den nächsten zwei Jahren neu erfindet.

Weiter heisst es in der Pressemitteilung : Travemünder Bürger, die sich für die Neugestaltung der Travepromenade interessieren und ihre Ideen in die Planung einbringen möchten, sind herzlich eingeladen, an der öffentlichen Bürgerbeteiligung am Donnerstag, 06. April 2017, Beginn: 18.00 Uhr, im Gesellschaftshaus des Gemeinnützigen Verein zu Travemünde e. V., Torstraße 1, 23570 Lübeck, teilzunehmen. Keine Anmeldung erforderlich.

Es ist schön, das hier mehr Information an den Bürger weitergegeben werden wird und das dieses Verfahren die Öffentlichkeit mit einbindet. Wieviel an Mitsprache dabei herauskommt wird sich erweisen. Allerdings ist nach Gesprächen mit Medien Kollegen und die Meinung der Medienmacher eindeutig: „Die Presse aus diesem Verfahren herauszuhalten, stellt wieder einmal ein Negativbeispiel dar, welches wir in einigen Bereichen der Stadt täglich erleben müssen.“ Die Gesamtheit des Informationsflusses muss offener und vor allem transparenter werden. Es wäre interessant zu wissen ob die Förderbescheide schon eingegangen sind und wie lange die Umgestaltung dauern wird, diese Information muss doch bereits vorliegen, doch es sind wieder die alten eingefahrenen Wege die in Travemünde und Lübeck seit Jahren gegangen werden. Das der Bürger inzwischen eine moderne und durch soziale Netzwerke geförderte Neugier entwickelt hat ist doch deutlich sichtbar. Auch die Altersstruktur der Travemünder Bevölkerung trägt dem Informationshunger zu. Der Wunsch, den Ort aktiv mitgestalten zu können, steht ganz oben an.

CBO

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