Straßengespräche – Kandidat Stolzenberg in der Ostseestraße

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Strassengespräch mit Bürgern
In der Ostseestraße kam es gestern zu einem Gespräch mit den Bürgern, zu dem der Bürgermeister Kandidat Detlev Stolzenberg eingeladen hatte.

Straßengespräche – Kandidat Stolzenberg in der Ostseestraße

Der Kandidat zur Bürgermeister Wahl Detlev Stolzenberg besuchte gestern die Ostseestraße und kam mit den Bürgern ins Gespräch. Anfänglich wurde über die Flüchtlingsunterkunft geredet, doch im weiteren Verlauf und nach Fortsetzung der Diskussionsrunde kristallisierte sich heraus das die Bürger in Travemünde sehr viel mehr Sorgen haben.

Travemünde – Der Kandidat zur Bürgermeister Wahl Detlev Stolzenberg ist redlich um die Wählergunst bemüht und stellte sich am 18.Oktober 2017 den Bewohnern der Ostseestraße zur Diskussion. Auch Vertreter der Flüchtlingsunterkunft standen den Menschen Rede und Antwort. Bei der Diskussion wurde besonders betont das die Hilfe der Stadt nicht so angelaufen ist wie anfänglich versprochen. Insbesondere die Anlage rund ums das Haus wurde bemängelt, so können Kinder dort nicht spielen und verteilen sich auf die Plätze vor dem Haus, welches mit einer großen Lärmbelästigung einhergeht. Eine Spiel Anlage für die Kinder ist bisher nicht installiert und im Wesentlichen ist an der Gestaltung der Fläche nicht weitergearbeitet worden. Dies ist ein Problem und sollte seitens der Stadtverwaltung und innerhalb der Bürgerschaft noch einmal angegangen werden, insbesondere werden die Politiker in Travemünde aufgefordert, sich diesem Problem kurzfristig anzunehmen.

Im weiteren Verlauf der Gesprächsrunde im Restaurant Vineta entspannte sich die anfängliche Schüchternheit der Diskussionsteilnehmer und es kam sehr viel auf den Tisch. Nun kann man erwarten das es sich um 2-3 Kernthematiken gehandelt hat, was jedoch nicht der Fall gewesen ist.

Im Gegenteil, die Anwohner der Ostseestraße haben weitaus größere Probleme als die bestehende Flüchtlingsunterkunft. 

Verkauf der Ostsee Akademie

Die Ostsee Akademie ist verkauft und der Investor hegt den Wunsch dort weitere Wohnungen, möglicherweise auch Ferienwohnungen als Kapitalanlage errichten zu wollen. Das Restaurant Vineta und die Ostsee Akademie sollen abgebrochen werden und mehreren Wohnkomplexen Platz machen. Wie viele Wohnungen kann Travemünde noch vertragen. Die Investorengier bringt die Menschen an den Rand der Verzweiflung. Wer an der Ostseestraße seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, wird nun bitter enttäuscht. Man hat Angst das die Architektur eher in Richtung viereckig und lieblos geht und die Masse an Wohnungen den Ort langsam erdrückt. Auch der Hilferuf an die Politiker in Travemünde darf nicht ungehört verhallen. Es ist zu viel und sie werden aufgefordert diesem Wahnsinn endlich ein Ende zu setzen.

Das Aus des Vineta

Ein Restaurant war es gewesen, doch es dauerte nicht lange, das Menschen dieses Lokal als sozialen Raum lieb gewonnen haben. Anstatt im Altersheim zu leben, konnte das Restaurant die Menschen bewirten und diese konnten weiter in ihrem Zuhause leben, da Kontakte und Versorgung durch das Restaurant Vineta gewährleistet waren. Workshops im Restaurant, die Proben des Passat Chores und viel mehr an Gemeinsamkeit etablierte sich an diesem Mittelpunkt im Wohngebiet. Im Dezember wird das Restaurant aufgegeben, der Investor stellte eine Verlängerung des Pachtvertrages in Aussicht. Jedoch mit Zusatzklauseln die bedeuten könnten, dass der Vertrag gekündigt wird, sobald auf dieser bisher noch nicht zur Bebauung freigegeben Fläche, eine Bebauung mit Wohnungen durch die Bürgerschaft abgesegnet wird. Auch glaubt bisher keiner daran das ein Ersatz geschaffen wird und dies wird außerordentlich bedauert. Ein weiterer liebevoller Fleck in Travemünde wird hier gelöscht.

Kultubühne

Die Menschen bewegt ebenfalls der Weggang der Kulturbühne.Es kann nicht sein, dass in diesem Ort Wohnungen wie Unkraut aus dem Boden schießen und die Kultur vernachlässigt wird. Es besteht der ausdrückliche Wunsch das die Verantwortlichen mit den Investoren anders umgehen und einfordern sollen das die Kultur und Sozialflächen erhalten und ausgebaut werden sollen.

Nahverkehr

In der Ostseestrasse fühlt man sich abgehängt. Dort in der Nähe hält der Zug und es fahren Busse, jedoch nicht in ausreichenden Frequenzen und an bestimmten Zeiten mit zu wenig Kapazität. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Fischereihafen

Die Menschen wissen, dass der Zug abgefahren ist und man unterstellt den Akteuren deutlich das hier falsch gehandelt worden ist. Auch die Meinung der Bürger wurde nicht gehört und deren Befürchtungen sollen sich bewahrheiten. Der Fischereihafen wird „glatt“ gemacht, eine auf Glanz polierte Flaniermeile in einem ehemaligen Arbeitsgebiet. Einhergehend mit den vielen Problemen, die erwartet werden, wird befürchtet das dort Fischfang und kleinere günstigere Restaurants wegfallen werden. Auch die Befürchtung, dass die Natur hier komplett untergeht und sich die „Schönen und Reichen“ über Rauchgeruch und Möwen belästigt fühlen könnten, werden Maßnahmen erwartet, die diese Aspekte dann unwiederbringlich zerstören werden.

Der Abend war noch lange nicht zu Ende. So viele Dinge bewegen die Menschen. Der Raub an der Natur auf dem Priwall und die Erwartung das sich das so weiter fortsetzt. Der Wegfall von Angebot, so brodelt es in der Gerüchteküche, dass die Brauerei auf dem Priwall nicht kommen wird und auch sonst Langeweile aufgrund des fehlenden Angebotes sich in Travemünde breitmachen wird. Auch die Gestaltung der Travepromenade war im Gespräch und noch viele kleinere Ängste in Befürchtungen.

Dies war das bisher längste Straßengespräch des Bürgermeister Kandidaten Detlev Stolzenberg und trotz der vielen Dinge, die auf den Tisch kamen, entwickelte sich eine durchweg nette Runde mit einer sehr angenehmen Atmosphäre, einer konstruktiven Diskussion und mit vielen kleinen, netten Begebenheiten.

Der Kandidat wird am kommenden Sonntag noch einmal in Travemünde zu Gast sein. Ein Termin im Fischereihafen ist angesetzt. Von 11:00 bis 12:00 Uhr möchte der Kandidat den  Travemünder Bürgern noch einmal zuhören, was die Menschen bewegt.

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