Travepromenade Travemünde – Workshop für Büger

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Travepromenade Travemünde Workshop - Sozialsenator Sven Schindler
Travemünde - Der Sozialsenator Herr Sven Schindler referierte zu wichtigen Punkten und verdeutlichte die Ansicht der Stadtverwaltung.

Travepromenade Travemünde – Workshop für Büger

Konstruktive Beiträge aber wenig Bürgerbeteiligung

Travemünde – Dem Aufruf des Leiters der Kurbetriebe Uwe Kirchoff, waren rund 50 Bürger gefolgt. Das ist sehr wenig, doch hob es die Qualität der Gespäche deutlich an. Viele Ideen sind zusätzlich noch an die vielen Tafeln gepinnt worden und aus einem Anfangs moderatem Verlauf der Diskussion wurde später eine lebhafte Debatte. 

Trend

Es zeichnet sich für Travemünde ab, den Ort in eine moderate Zone aus Veranstaltungen, maritimer Optik aber auch mit sehr viel Ruhe entwickeln zu wollen. Ein Schwerpunkt liegt nach wie vor auf gesteigerten Übernachtungszahlen. Die Zielsetzung hat den Kernanker von Platz 7 auf Platz 3 aufrücken zu wollen. Im Punkteplan sieht man Travemünde für alle Richtungen des Tourismus bestens geeignet. Bei der Zielgruppenfestlegung ist die Ansprache an die „Best Ager“ deutlich und omnipräsent zu vernehmen. Inwieweit die „Best Ager“ jetzt den gewünschten Anhebungseffekt in den statistischen Zahlen nach sich ziehen, wird die Zukunft zeigen. Eine deutlich mehr präsentierte Ausrichtung auf die Gruppe darunter „Familien und jüngere Menschen“ ist nach Angaben großer Werbeagenturen sehr viel erfolgreicher, denn auch die „Best Ager“ suchen die Orte auf wo „Leben in der Bude“ herrscht.

Kinder und Jugend

Ein Angebot, welches sich an die nachfolgenden Generationen wendet, soll ebenfalls entwickelt werden, doch die Akzente für das Seebad Travemünde liegen bislang zunächst auf der Umgestaltung der Travepromenade. Die Prozesse die daraus resultieren, werden später nachentwickelt, so sind Angebote zwar vorgesehen, doch stehen diese nicht an oberster Stelle. Es sieht danach aus, als wolle man die Enwicklung zunächt beobachten um dann gegebenenfalls Nachbessern zu können.

Hochwasserschutz

Deutlich gefordert wurden im Zusammenhang die wesentlichen Merkmale eines Hochwasserschutzes. Die bisher geplanten Maßnahmen gehen den Bürgern nicht weit genug. Ein konstruktiver Vorschlag war die Anhebung der Promenade in etwa dem gleichen Höhenniveau mit der Lotsenstation. Das wäre logisch und auch vernünftig, bei mittleren Hochwasserlagen wäre dann die Überflutung der Wiesen kein besonderes Thema mehr. Die Aussicht auf die großen Pötte wäre ebenfalls besser und sofern nicht extreme Hochwasslagen entstünden, könnte man trockenen Fußes auf der neuen Travepromenade entlang gehen.

Fahrrad vs. Fußgänger

Kein Thema welches ganz oben auf der Planung stehen könnte. Diesen Eindruck konnte man gewinnen, doch ist eine Vielzahl an Fahrradfahrern täglich in Travemünde unterwegs. Dank Elektomobilität fahren mehr Menschen mit dem Fahrrad und ganz besonders gerne auf der Travepromenade und auf der Strandpromenade. Mit der Verbreiterung der Travepromenade könnte doch die Möglichkeit geschaffen werden einen parallel laufenden Weg für Zweiradfahrer zu markieren. So entstünden keine Diskussionen an der Wasserkante, aber auch das wird vermutlich im Nachhinein geregelt werden.

Kleine Wellness Oase

Ein Schwimmbad wird kommen und es soll ein öffentliches Schwimmbad sein. Eine privat betriebene Oase für Wellness und Aktivität im Wasser. Das wird ganzjährig betrieben, daraus kann sich ein positiver Impuls für ein Ganzjahreskonzept ergeben.

Gastronomie

Eine Ganzjahresgastronomie entlang der Travepromenade ist der Wunsch von Vielen. Draussen ist es kalt und dennoch kann man den Blick auf das Wasser im Warmen geniessen. Es gibt jedoch sehr viele Stimmen, den Fisch Paul in der jetzigen Form zu belassen, eventuell ein kleiner Umbau, aber nicht so gewaltig. Systemgastronomie ist nicht so sehr gewünscht, doch die Frage stellt sich anders. Sind wirklich nur Systemgastronomen finanziell in der Lage, auch die Zeiten Herbst/Winter finanziell zu stemmen? Zieht die neue Travepromenade so viele Besucher an, das auch keinere Betriebe diese Zeiten durchstehen können? 

Natur

Grün wird deutlich gewünscht. Ein Landschaftspark kann es werden, so jedenfalls stehen die Zeichen. Bei der gestrigen Diskussion kam das Thema Grün immer wieder auf. Mehr Bäume oder Anpflanzugen im Bereich beider Promenaden. Der Platz ist allerdings begrenzt und ein Baum braucht eben Platz.

Zukunft

Eine ganz besondere Aussage war vom Leiter der Kurbetriebe, Uwe Kirchoff zu hören. Priwallfähre kostenlos und für Alle. Das ist nicht in Planung aber es ist ein Wunsch und die Überlegungen in diese Richtung sind vorhanden. Lösungen noch nicht in Sicht, aber ein guter Anfang. Das betrifft den Fußgänger Verkehr, alles was Räder hat jedoch nicht. Die touristische Entwicklung mit Priwall und Travepromenade soll forciert werden. Das ist auch gut so, anders als in Rostock, versucht man in Travemünde keine Gebietsklassen aufzubauen, das ist sinnvoll und vernünftig.

Nachhall

Die, die am meisten meckern, waren nicht dabei. Das ist komisch, hatte man doch eine große Chance gehört zu werden. Ein Angebot welches das soziale Zusammenleben im Ort fördert und das Interesse gering? Wenn dann später einmal die Tatsachen auf den Tisch kommen, darf man sich auch nicht grämen. Denn eine Stimme die man nicht hört, kann auch keinen Einfluss auf Prozesse haben.

Travemünde – Christian Martin Lukas eröffnte die Diskussion. Als erster Sprecher hob er die besonderen Möglichkeiten des Seebades hervor.

Die Entwicklung der Travepromenade ist ein spannendes Thema, die Bürger und Travemünder Gremien in erarbeiteten  in Workshops viele Punkte für die Gestaltung der Travepromenade. Nun warten wir auf den weiteren Verlauf, den Fahrplan und die ersten Modelle in Bilder oder Videos.

Eine Veröffentlichung wird es in Kürze geben. Bei Komm Staunen, dem Internet Angebot der Travemünde Touristik, wird man alsbald einen dokumentierten Verlauf des Workshops einsehen können. Ob es eine Kommentar Funktion zu den einzelnen Themen geben wird, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Eine breite Öffentlichkeit anzusprechen ist in der gegenwärtigen Zeit der sozialen Netzwerke und Internet der richtige Weg.

cbo

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